mein nächstes airbrush projekt (2) boons LT28

wie ich vor einigen wochen schon angekündigt hatte, habe ich einen auftrag bekommen, einen “neuen Anstrich” für einen VW LT 28 zu entwerfen. da der frühling mit riesigen schritten naht, habe ich mir die karre nun mal vorgeknöpft.
letzte woche ging es also weiter mit dem boons-go-kart-racing-team-mobil.
da das gerät so schnell wie möglich einsatzfähig sein soll und wir nicht unendlich zeit haben, sollte das design “einfach” aber wirkungsvoll ausfallen.
zuerst habe ich also entwürfe gemacht, ganz klassisch mit stiften und am computer. die haben wir dann diskutiert, etwas abgeändert und uns letztendlich für ein design entschieden.
die idee war, das design für alle seiten des fahrzeugs mit einem beamer auf die karosserie zu werfen, nachzuzeichnen, dann die abklebearbeiten vorzunehmen und letzlich die karre zu lackieren. gesägt, tuen getan!

die entwürfe waren gemacht, leider war das vorhandene und “leicht” antiquierte beamer-modell nicht dafür geeignet, es direkt mit einem laptop zu verbinden. dazu kam, dass wahrscheinlich irgendein eingebrannter fleck auf der linse bzw. dem spiegel 50% der sicht verfinsterte. also mußten wir kreativ vorgehen. zur verfügung stand uns eine billige digital-fotokamera, die das richtige kabel im zubehör hatte, um sie am beamer anzustöpseln.

ich habe die designs am rechner direkt in schwarz-weiß grafiken umgewandelt, um einen möglichst hohen kontrast zu erzielen, damit man am auto die umrisse, kanten und übergänge der grafiken gut sehen kann und der brandfleck in der optik nicht stört.
dann wurden diese s/w-designs mit einem bürodrucker ausgedruckt und mit der kamera abfotografiert. so standen uns digitalfotos mit ca. 3000 x 2000 pixeln zur verfügung. das sollte reichen für den beamer.

diese haben wir dann bei dunkelheit in der halle auf den LT projeziert und mit Stabilo All farbstiften auf die basislackierung gezeichnet. immer an den sichtbaren linien lang. die stifte sind super, weil sie auf fast jedem untergrund halten und einfach mit wasser oder silikonentferner wegzuwischen sind.

das ging unerwartet fix. wir mußten zwischendurch nur den beamer hin-und-her tragen und den transporter ein wenig anders hinstellen, um in der begrenzten halle den richtigen projektionsabstand für alle seiten des autos hinzubekommen. für ein fast 6 m langes fahrzeug braucht man schon ca. 10 m.
danach habe ich dann mit konturband direkt angefangen, die linien freihand “nachzukleben”. dabei muß man darauf achten, dass die rundungen der kurven nicht buckelig werden und einen schönen schwung behalten.

die aufgezeichneten linien waren natürlich der anhaltspunkt. ab und zu mußten wir etwas nachkorrigieren, erstens weil die stiftlinien nicht unbedingt immer wie am lineal gezeichnet aussahen und zweitens, weil manche kanten und sicken in der karosserie einfach ungünstig waren und wir die bögen verlegen mußten, um beim lackieren keine probleme zu bekommen.

das auto ist jetzt für die finalen abklebearbeiten zum lackieren vorbereitet. in 14 tagen soll es weitergehen. ich halte euch auf dem laufenden.
fortsetzung folgt
