suleica story part 1 - die abholung

jetzt hab ich sie endlich!
und auch schon sicher untergestellt in einer “geheimen” werkstatt- & lackier-garage meines vertrauens. ;-) MEINE SULEICA 500

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die tour mit Colt in den allgäu war super! es waren 4 ganz hervorragende, actionreiche und spannende tage. am vorletzten sonntag sind wir mit meinem “silberpfeil” runter nach sonthofen im oberallgäu geritten. es war eine problemlose und ziemlich lustige fahrt. am abend - es war allerdings schon dunkel - konnte ich das erste mal die Suleica live bewundern. sie sah ganz schön runtergekommen aus. innendrin hat es stark gemüffelt und klamm war’s auch. es stand sofort fest, dass eine menge arbeit auf mich wartete.
aber ich war überglücklich, endlich besitzer so eines “traum-caravans” sein zu dürfen. natürlich stand schon vorher für mich fest, dass die Suleica fertig restauriert, der absolute knaller unter den wohnanhängern werden würde.

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am montag war dann herrliches wetter und wir sind erstmal früh zum viehscheid nach gunzesried gewandert. tausende menschen haben in dem nest die rindviecher bei ihr rückkehr von den sommeralpwiesen gefeiert. 11 uhr in der früh hatte ein großteil der humanoiden bergbevölkerung schon mächtig einen in der krone. es war sehr lustig und laut und eine rutschige mistspur von kuhkacke, markierte auf der dorfstrasse den weg der rinderherden zur sammelwiese am festzelt. dort wurden die kühe direkt an ihre bauern zurück gegeben oder gleich getauscht oder verkauft und in viehwagen verladen. aber all das gehört eigentlich fast schon in einen eigenen beitrag….bilder sagen oft mehr als worte und davon gibt es auf alle fälle hier so einige zu sehen.

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nachmittags haben wir uns dann erstmal dem eigentlichen objekt der reise gewidmet. der suleica. wir mußten checken, ob technisch alles i.O. war, die kupplung funktionierte und haben auch direkt eine kleine probefahrt an meinem auto gemacht.
ein blinklicht hatte einen wackler - ursache unbekannt, aber es war leider zu spät, um noch eine werkstatt zu finden und so mußten wir die notreparatur auf den nächsten tag verschieben.
der dienstag kam und zwar mit reichlich regen am morgen. wir sind ziemlich zeitig aufgestanden, hatten ja eine ordentlich lange tour vor uns mit eventuellen und unbekannten überraschungen.
gegen 8:30 hing der hänger an der kupplung und es ging los. erstes ziel war ‘ne autobude 300 m weiter. das blinker-kontaktproblem wurde dort überraschend zur nebensächlichkeit. kurz mal an den steckern gewackelt und die wirkung des kontaktsprays vom vortag… und schon gings. komisch.
unerwartet tauchte auf einmal erneut die frage nach einem überführungskennzeichen auf, obwohl ich nach vorangegangenen recherchen der meinung war, dass ich keines bräuchte. ein vertreter meiner kfz-versicherung hat mir, zitat: “…100%-tig versichert, dass der anhänger zusammen mit dem zugfahrzeug versichert ist, wenn unterwegs etwas passiert.” und es demnach eigentlich ausreichend (und ja sogar überflüssig) wäre, das gespann als überführungsfahrt kenntlich zu machen und eventuell mein kfz-zeichen hinten dran zu schreiben.
der meister der kfz-werkstatt war da anderer meinung, konnte es aber auch nicht begründen. seines wissens wäre das so. diverse tipps wurden in den raum geworfen. versicherung nochmal anrufen, polizei anrufen, zulassungsstelle anrufen…berlin oder sonthofen oder am besten gleich alle. oder einfach losfahren und hoffen, dass nix passiert? das war für mich ausgeschlossen, da ich bei dem ei garantiert nach 3 km angehalten worden wäre…und dann ohne kennzeichen? drohte sofortiges stehenlassen?
ok. ich zum telefon gegriffen und alle institutionen befragt. da war die erste stunde schon fast rum. erstaunlich war, wie wenig sicherheit bei diesem thema auch seitens der vermeintlich sachverständigen besteht.
überraschend war, dass die polizei überhaupt keine ahnung hatte. ich habe erklärt, dass ich einen abgemeldeten wohnanhänger überführen will und was mir die versicherung erzählt hatte. der beamte war sich unsicher und riet mir auch, die zulassungstelle zu befragen. letztendlich habe ich in der zulassungsstelle berlin angerufen und von dort gab’s dann auch mal einen halbwegs hergeleiteten grund und gleichzeitig den hinweis, dass die auskunft meiner versicherung völliger quatsch wäre. ???
mein fazit: fakt ist, bei einem haftpflicht-unfall mit einem gezogenen wohnanhänger greift die versicherung des zugfahrzeuges, also die meines pkw. das hat erstmal niemand verneint. ABER: ein wohnanhänger ist ein kennzeichnungspflichtiges fahrzeug, d.h. er bekommt ein eigenens kennzeichen und ist somit auch eigenständig haftpflichtversichert (was dann ja aber nur im geparkten zustand relevant ist - grauzone?) allein dieser umstand zwingt einen, auch ein EIGENES überführungskennzeichen zu besorgen, solange der anhänger nicht sowieso zugelassen ist. eine zulassung bekommt er ja aber nur, wenn er auch beim TÜV war und technisch überprüft wurde. was ja bei ‘nem überführungskennzeichen nicht notwendig ist….

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meiner ist seit 1982 stillgelegt, hat längst keinen tüv mehr, ist aber verkehrstauglich. das interessiert aber keinen wirklich, sobald man das ü-kennzeichen hat. man unterschreibt dafür (nach eigenem ermessen und sachverstand) bei der zulassungsstelle.
am ende war ich jedenfalls soweit, dass ich die 120 euro für kennzeichen und zulassungsstelle gelatzt habe… obwohl ich davon 2 jahre die haftpflicht hätte bezahlen können…bla bla bla…auf jeden fall habe ich mich damit sicherer gefühlt, weil ich unbedingt vermeiden wollte, dass mein anhänger unterwegs an ort und stelle aus dem verkehr gezogen würde.
also ab zu einem bekannten von Colt, tätig als versicherungsmensch in sonthofen. der gab uns den tipp, direkt zum schildermacher zu gehen, die verkaufen zusammen mit den ü-kennzeichen auch die policen - um einiges billiger als die kfz-versicherungsanbieter selbst. da habe ich dann genau 106,- euro gelöhnt und bin mit ‘nem schriebs zur zulassungsstelle ca. 150 m luftlinie gegangen. dort gab’s dann die erste unproduktive unterbrechung des vormittags. 20 min warten bis ich dran war. ich war der dritte wartende. nach meinem aufruf kam ich 5 min später und 10,50 euro leichter wieder aus dem zimmer. ab zurück zum schildermacher, wo mir dann das zugewiesene kennzeichen auf die blechplatte geprägt wurde.
und dann war freie fahrt für freie bürger angesagt. die Suleica hat brav an der werkstatt gewartet, schnell das schild von innen an die heckscheibe des caravan geklebt und ab gings nach eisenhüttenstadt, der restaurationsstätte für meinen neuen schatz.
wir hatten die tour in zwei etappen geplant. inzwischen war’s ja auch schon 12 uhr und wir durften nur 80 km/h fahren. da es bis ‘hüttenstadt ca. 800 km waren, wären wir sicherlich erst mitten in der nacht angekommen. deswegen hatten wir beschlossen, nur bis gräfenberg in der fränkischen schweiz zu fahren, dort zu übernachten und am nächsten tag den 2. teil bis zum ziel zu cruisen. wir wußten ja auch noch nicht, ob alles glatt laufen würde. also gingen wir die sache erstmal entspannt an.

wie’s weiter ging, ist demnächst hier zu lesen.

4 Responses to “suleica story part 1 - die abholung”

  1. fish Says:

    freak!!!! was für ein geiler anhänger …. ich drücke die daumen!

  2. em-be Says:

    jahaa. …Danke! ich muß hier auch mal wieder ‘n update reinsetzen. da hat sich inzwischen ja schon einiges getan an der hütte.

  3. Volker Says:

    Hallo!

    Ich habe unseren Suleica-Caravan im letzten Jahr mit einem Kurzzeitkennzeichen (5 Tag; dieses Teil mit dem gelben Streifen rechts) überführt. Kosten 15,30€.

    P.S.: Bin auf ein Update gespannt. :-)

    Volker

  4. Uwe Geiger Says:

    Hey,
    freue mich immer wieder, wenn ich von Menschen lesen, die diesen Kultwohnwagen schätzen und so viel power in das Abenteuer “Suleica-Restaurierung” investieren.
    Auf Suleica-caravans.de gibts fast alles rund um den Wohnwagen der Firma Schäfer, incl. Register und Statistik. Freuen uns über jeden neu erfassten Suleica, egal in welchem Zustand.
    Grüße Uwe Geiger

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